Marken virtuell inszenieren

Mehrwert schaffen durch Augmented-Reality-Anwendungen

Die Umsatzzahlen des Online-Handels schnellen unaufhaltsam in die Höhe. Dennoch wird der E-Commerce den stationären Handel wohl auch in Zukunft nicht verdrängen. Sicherlich verändert aber die zunehmende Internetnutzung der Verbraucher die Art des Einkaufens und der Käuferansprache, auch in der nicht-virtuellen Welt. Künftig gilt es, die Vorteile des Online- und „Offline“-Handels miteinander zu verknüpfen. Verpackungen und Verkaufsdisplays am P.O.S. spielen dabei eine zentrale Rolle.  

Rund 80 Prozent der Deutschen waren 2013 online unterwegs, so das Ergebnis einer Analyse des Statistischen Amts der Europäischen Union (EUROSTAT). Zunehmend an Bedeutung gewinnt dabei auch das mobile Internet. Jeder Dritte geht hierzulande mit dem Handy oder Smartphone online. Immer häufiger verlassen sich Verbraucher laut der Studie „Trends im E-Commerce“ des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) auch beim Einkaufen auf ihre mobilen Endgeräte. Rund 42 Prozent der Nutzer haben bereits ihr Smartphone oder ihren Tablet-Computer im Geschäft eingesetzt, um Preise zu vergleichen.

Eine Vielzahl an Studien befasst sich aktuell mit der Frage, wie neue Technologien das Kaufverhalten der Verbraucher beeinflussen. Deutlich wird hierbei, dass das Einkaufen und Erleben von Marken heute auf allen Kanälen erfolgt – online und offline. Wer seine Zielgruppen erreichen will, spricht sie folgerichtig auf allen Kommunikationskanälen an.

Vorteile von On- und „Offline“-Handel verknüpfen

Verkaufsdisplays und Verpackungen können bei der Ansprache der Konsumenten der entscheidende Link zwischen Online- und „Offline“-Welt sein. Sie eignen sich optimal dazu, das umzusetzen, was Roland Berger und der Einkaufszentrenbetreiber ECE in einer gemeinsam veröffentlichten Studie empfehlen: die Vorteile des On- und „Offline“-Shoppings miteinander verknüpfen und für die Käufer so Mehrwert schaffen. Diese Vorteile seien: „Touch and Feel“ der emotional im Rahmen einer Erlebniswelt inszenierten Ware sowie die zusätzliche virtuelle Verfügbarkeit von Produktinformationen und Käuferbewertungen. Mit interaktiven Tools wie Augmented-Reality (AR)-Anwendungen lassen sich diese Vorteile realisieren. AR-Anwendungen sind darüber hinaus einfach zu handhaben und lassen sich einfach bei der Produktion von Verpackungen und Displays integrieren. Nahezu jedes Druckbild kann als Verknüpfung für die „erweiterte Realität“ genutzt werden. Einmal von der Kamera als Referenz erkannt, startet per App eine Animation, ein Film, oder der Shopper erhält zusätzliche Produktinformationen.

Mehrwert schaffen durch AR-Anwendungen

Wie AR-Anwendungen Shopper in das Markenerlebnis eintauchen lassen, zeigt der interaktive Display-Aufsteller, den die DS Smith l Packaging Division D-A-CH für eine Kampagne des Snowboard-Ausstatters Nitro entwickelt hat. Wer nach dem Download einer App das Nitro-„N“ mit dem Smartphone vom Display abscannt, wird direkt in einen Helikopterflug über die schneebedeckten Gipfel der Alpen versetzt. Mit dieser P.O.S.-Aktion hat Nitro ein Gewinnspiel promotet. In der AR-Anwendung erfährt der User, wie er daran teilnehmen und den virtuellen Flug Wirklichkeit werden lassen kann. „Mit dem interaktiven Display-Aufsteller haben wir eine neue Dimension der effektvollen Markeninszenierung erschlossen. Konsumenten haben durch die perfekt auf unsere Produkte und Zielgruppen abgestimmte AR-Anwendung die Möglichkeit, die Marke hautnah und emotional zu erleben“, so Andreas Aurhammer von Nitro. „Durch das interaktive Tool konnten wir eine ausgesprochen positive Resonanz erzielen und den Abverkauf merkbar steigern.“  

AR-Anwendungen bieten neben der Inszenierung emotionaler Erlebniswelten vielfältige weitere Möglichkeiten, Mehrwert für Verbraucher zu schaffen: Diese reichen von Informationen über die Anwendung eines Produkts über Angaben zu Inhaltsstoffen und Käuferempfehlungen bis hin zu Rezepten. Für den Leuchten- und Leuchtmittelhersteller EGLO hat DS Smith beispielsweise ein Display realisiert, das per Augmented Reality die gesamte Sortimentsbreite an Leuchtmitteln des Unternehmens präsentiert. Nach dem Abscannen eines Icons in Form eines Tablets öffnet sich ein virtueller Infopoint. Dort können Verbraucher alle Leuchtmittel sowie Fassungsmöglichkeiten des Herstellers erkunden und erhalten wesentlich detailliertere Informationen, als über ein rein warentragendes Verkaufsdisplay.

„Digital extended“ Tools gezielt einsetzen

Wie auch bei der Entwicklung klassischer Verpackungen und Displays ist für eine erfolgreiche Umsetzung von „digital extended“ Tools eine ganzheitliche Betrachtungsweise entscheidend. AR-Anwendungen erzielen die optimale Wirkung, wenn ihr Einsatz in der Markenkommunikation von Beginn an genau geplant wird. Dabei gilt es, Marke, Produkt, Zielgruppen und deren Bedürfnisse sowie deren Wünsche hinsichtlich Nutzen, Information und Markenerlebnis zu betrachten.

DS Smith arbeitet kontinuierlich an Lösungen, wie sich mittels Extended Packaging Online- mit Offline-Medien verknüpfen lassen. Ziel ist es, industriell produzierbare Verpackungen und Displays zu entwickeln, die neue Kaufimpulse auslösen und der Markenwelt eine zusätzliche Dimension der Information und Interaktion eröffnen. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden entstehen so Konzepte, die genau auf Marke, Zielgruppe und Technologien abgestimmt sind.

Augmented-Reality-Anwendungen....

  • ... verknüpfen Vorteile des Online- und „Offline“-Handels
  • ... eröffnen eine neue Dimension der Markeninszenierung
  • ... schaffen emotionale Erlebniswelten  
  • ... bieten einen informativen Mehrwert oder einen praktischen Zusatznutzen für Verbraucher
  • ... sind einfach zu handhaben
  • ... lassen sich einfach bei der Produktion von Verpackungen und Displays integrieren Display für die Marke Nitro mit Augmented-Reality-Anwendung

Mit dem digital angereicherten Display von DS Smith können Snowboard-Fans durch eine Augmented-Reality-Anwendung die Marke Nitro am P.O.S. hautnah erleben.

                                       Verkaufsdisplay des Leuchten- und Leuchtmittelherstellers EGLO mit AR-Anwendung
Nach dem Abscannen des Verkaufsdisplays des Leuchten- und Leuchtmittelhersteller EGLO erhält der Verbraucher Zugang zu einem virtuellen Infopoint, der ihm einen Überblick über das gesamte Leuchtmittelsortiment verschafft.